Die Verwaltung der medizinischen Notfälle und der Straßenrettung auf der Autobahn standen heute Morgen im Mittelpunkt der Tagung, die von der Brennerautobahn AG im Kongresszentrum Interbrennero in Trient organisiert wurde. Das Projekt „A22 | Raststätten mit Defibrillator” (ab heute bereits 25) wurde vorgestellt und bei der Gelegenheit wurde der Einsatz aller Arbeitskräfte hervorgehoben, die täglich die Sicherheit der Autobahnbenutzer entlang der Brennerautobahn gewährleisten. Präsident Luigi Olivieri: «Sicherheit “am laufenden Band” auf der Brennerautobahn und damit dieses in Gang kommt, arbeiten viele Fachkräfte mit unserer Gesellschaft zusammen, die täglich den Autobahnbenutzern ihren Einsatz zur Verfügung stellen: Straßenpolizei, Feuerwehren, Einrichtungen des Gesundheitswesens und Freiwillige Verbände»; Geschäftsführer Walter Pardatscher: «Die Sicherheit ist für uns seit immer eine Herausforderung: wenn sie einerseits unsere Arbeit sehr beansprucht, wird diese dafür mit großer Zufriedenheit belohnt»; der technische Generaldirektor Carlo Costa: «2017 war in Bezug auf die Unfallrate auf der Autobahn für uns ein Rekordjahr: dieses hervorragende Ergebnis ist für uns der Ansporn es noch besser zu machen». Eine Tagung und eine Ausstellung, um über die Wichtigkeit der Prävention nachzudenken.
Heute Morgen nahmen bei der stattgefundenenTagung «Verwaltung der medizinischen Notfälle und der Straßenrettung auf der Brennerautobahn», die von der Brennerautobahngesellschaft und der Ingenieurenkammer von Trient organisierte wurde, Vertreter der Landesbehörden, Fachleute und zuständige Autobahnmitarbeiter teil. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Sicherheit entlang der Brennerautobahn und der Zweck war über die zahlreichen laufenden Maßnahmen, die zur Sicherheit der Autobahnteilnehmer angewendet wurden, Bilanz zu ziehen und bei der Gelegenheit das Projekt «A22 | Raststätten mit Defibrillator» vorzustellen. Der Präsident der Brennerautobahn AG Luigi Olivieri, der Regierungskommissär der Provinz Trient Pasquale Gioffrè, der Dienstleiter der Straßenpolizei Giovanni Busacca, der Geschäftsführer der Brennerautobahn Walter Pardatscher, der technische Generaldirektor der Brennerautobahn Carlo Costa, der Präsident der Landesnotrufzentralen 118 Mario Giosuè Balzanelli und der Direktor des Landesrettungsvereines Weißes Kreuz Bozen Ivo Bonamico haben ihren Beitrag dazu geleistet.
Bei der Eröffnung der Tagung erklärte Präsident Olivieri: «Unsere Gesellschaft ist der festen Überzeugung, dass die Sicherheit eine immer größere Schlüsselrolle spielt, da es sich hierbei um “Menschlichkeit” dreht. Als Gesellschaft würden wir nicht unsere Pflicht erfüllen, wenn wir uns nur um den Autobahnverkehr und die davon kommenden wirtschaftlichen Erträge kümmern würden. Was unsere Gesellschaft auszeichnet ist gerade das besondere Feingefühl: von der Qualität der Projekte im Bauwesen zu der Dienstleistungsqualität an die Autobahnbenutzer; von der Kultur des Gebietes zur Verkehrssicherheit und der Sicherheit am Arbeitsplatz».
Die Autobahn stellt aufgrund des dichten Fahrzeug- und Personenverkehrs erhebliche Gefahren dar. Zur Gewährleistung von immer mehr Sicherheit für die Autobahnteilnehmer, hat die Brennerautobahn AG seit langem Projekte angewendet und besondere Maßnahmen ergriffen, die heute während der Tagung vorgestellt wurden und in der Ausstellung zu besichtigen sind. Zu den verschiedenen Maßnahmen, ist die Schulung der Verkehrshilfskräfte zu erwähnen, deren durchschnittliche Einsatzzeit, bei einem Notfall auf der Brennerautobahn, in 85% der Fälle nur 7 Minuten beträgt. Man sollte weiters an das in allen Raststätten installierte anti-Geisterfahrer-System und das jüngste Projekt «A22 | Raststätten mit Defibrillator» erinnert werden. Sicherheit ist der Brennerautobahn eine „Herzensangelegenheit“: in 22 Raststätten wurden externe automatisierte Defibrillatoren (AED) angebracht u.z. bei der Raststätte am Plessi Museum, am Brennerpass, am Autohof Sadobre in Sterzing und Rovereto Süd.
«Die von der Brennerautobahn ergriffenen Maßnahmen – erläuterte Geschäftsführer Pardatscher – die von der Planung zur Überprüfung reichen, sind immer vom Thema der Sicherheit der Beschäftigten und der Benutzer geprägt. Wenn dies die Herausforderung ist, die wir uns seit Jahren gestellt haben, können wir bestätigen, dass wir bis jetzt sehr belohnt wurden. Das heute vorgestellte Projekt “A22 | Raststätten mit Defibrillator” und das Pilotprojekt der Motorradrettung zwischen dem Brenner und San Michele all’Adige im Falle von Stau und blockiertem Verkehr sowie der Streifendienst der Straßenpolizei, sind die letzten einer Reihe von wichtigen Bausteinen, die seit geräumiger Zeit die Maßnahmen unserer Gesellschaft ausrichten».
Zum Abschluss der Tagung sind 18 Befähigungsbestätigungen der Verkehrshilfskräfte der Brennerautobahn (Schulung Jahr 2018) übergeben worden, die die Zahl von 64 auf 82 Mitarbeiter aufgestockt hat.
Das Projekt “A22 | Raststätten mit Defibrillator”
Die Brennerautobahn AG hat während der Tagung ein neues wichtiges Projekt “A22 | Raststätten mit Defibrillator” vorgestellt, eine Säule mit Defibrillator (AED) in den Außenbereichen der 22 Raststätten entlang der Brennerautobahn sowie auf dem Rastplatz beim Plessi Museum am Brennerpass, am Autohof Sadobre in Sterzing und Rovereto Süd. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der Straßenpolizei und den teilnehmenden Raststättenbetreiber, die jeweils ihr geschultes diensthabendes Personal auf der Brennerautobahn zur Verfügung stellen sowie dem Landesrettungsverein Weißes Kreuz Bozen. Die Idee zum Projekt entspringt aus einer konkreten Notwendigkeit: nach Angaben von Eurostat erliegen in Italien rund 60.000 pro Jahr dem plötzlichen Herztod. Aus diesem Grund hat die Brennerautobahn beschlossen, ihre Raststätten für den Ernstfall auszustatten. Die Schätzungen in Bezug auf Nützlichkeit des AED bestätigen, dass dank der vermehrten frühzeitigen Defibrillation und Herzmassage-Schulung von Leihen, die Überlebensrate im Falle von Herzstillstand bedeutend ansteigt. Jede AED-Einheit ist direkt mit der Überwachungszentrale des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz Bozen, per Videokamera und Kontaktsensor verbunden, der einen automatischen Notruf auslöst und über eine Sprechanlagen die erforderlichen Anweisungen gibt und gleichzeitig den Standort ermittelt, von wo der Notruf ausgegangen ist. Insgesamt wurden von der Brennerautobahngesellschaft, mit der Unterstützung von berechtigten IRC (Italian Resuscitation Council) - Ausbildern 244 Personen geschult, plus 89 vorher von den zuständigen Behörden geschulte Mitarbeiter, d.h. insgesamt 333 Mitarbeiter.
Im Zwischengeschoss des Kongresszentrums Interbrennero die Ausstellung «A22 und die Sicherheit auf der Autobahn: eine Reise um Daten und Bilder». Eine umfassende Reise, die die von der Brennerautobahn angewendeten Maßnahmen im Bereich der Sicherheit bildlich zusammenfasst. Schnappschüsse von Daten und Statistiken des “Sicherheitssystems der Brennerautobahn, dass täglich Hunderte von Fachkräften, wie Polizisten, Feuerwehren, Fachkräfte des Gesundheitswesens, Verkehrshilfskräfte, Pannendienst, Angestellte und Arbeiter. Ein Engagement, dass auch viele konkrete Ergebnisse verzeichnet: in den letzten 20 Jahren wurde angesichts der beachtlichen Zunahme des Verkehrs, eine Abnahme der Unfallrate auf der Brennerautobahn verzeichnet und somit wurde der Standard der Rekordzahlen gegenüber den Rest des Landes erreicht.
Der technische Generaldirektor Costa erklärte, dass «die Sicherheit eine Herausforderung ist, die bis ins Letzte wahrgenommen werden muss und im Bereich der Rechtsvorschriften, am Arbeitsplatz und im Bereich der Werte und Kultur noch Arbeit zu leisten ist. Aus diesem Grund sind die angewendeten Projekte der Brennerautobahn auf mehreren Ebenen der Sicherheit tätig: von denen der Wahrnehmung zu den operativeren, die die Polizei und die zuständigen Sanitäter einbeziehen. Das Jahr 2017 verzeichnet in Bezug auf die Unfallrate auf der Brennerautobahn das besten Ergebnis aller Zeiten: das soll uns als Ansporn dienen, auf diesen Weg weiter zu machen und es noch besser zu machen. Das Sicherheitsniveau einer Autobahn ist in der Tat ein messbarer Wert: daraus folgt, dass in einer bestimmten Zeitspanne, jede Verbesserung objektiv messbar ist. Tatsache ist, dass in Bezug auf der sinkenden Unfallrate, auf der Brennerautobahn der von der europäischen Kommission gewollte und im Weißbuch über Verkehrspolitik eingegliederte Zeitplan eingehalten wurde und sogar der Zeitaufwand, zum Erreichen des wichtigen Zieles, um die Hälfte verkürzt wurde. Die angewendete Vorgehensweise stützt sich wesentlich auf drei Punkte: Verkehrserziehung und –schulung, eine Infrastrukutr, die technologisch auf dem neuesten Stand ist, ein Rettungsdienst, der in der Lage ist, dank der zahlreich mitwirkenden Fachkräfte, jede Krisensituation zu meistern».