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Geschichte

Modernisierung

In den 1980er-Jahren startete die Brennerautobahngesellschaft signifikante Modernisierungsmaßnahmen, die durch die Beteiligung der öffentlichen Einrichtungen an der Unternehmensstruktur unterstützt wurden. Ziel war es, die A22 effizienter und sicherer zu gestalten und zunehmend fortschrittliche Dienstleistungen zu bieten, um dem Mobilitätswachstum entlang der Brennerachse gerecht zu werden.

Im Rahmen des Finanzplans 1988–2005 wurden zahlreiche Maßnahmen zur Modernisierung der Mautstellen sowie zum Ausbau der Anbindungen an das normale Straßennetz durchgeführt. Dabei wurden Zugänglichkeit, Verkehrsfluss und die Funktionsfähigkeit des gesamten Netzes verbessert. Zu den signifikantesten Bauwerken gehören die neue Brennermautstelle in Sterzing, die 1987 eingeweiht wurde, sowie die neue, 1988 eröffnete Mautstelle Trento Nord.

In den folgenden Jahren investierte das Unternehmen weiterhin in technologische Innovationen, die Modernisierung der Anlagen und die Verkehrssicherheit. Die A22 ist heute mit einem Netz aus Sensoren, Kameras und digitalen Erfassungssystemen ausgestattet, die eine Echtzeitüberwachung des Verkehrs, das Ereignismanagement sowie die Unterstützung von Instandhaltungs- und Sicherheitsmaßnahmen ermöglichen und so die Effizienz des Straßenverkehrs sowie die Betreuung der Verkehrsteilnehmer verbessern.

Besondere Bedeutung hatten die Maßnahmen zur Einrichtung der dritten dynamischen Fahrspur auf dem Streckenabschnitt Neumarkt–Verona, die durch die Verbreiterung des Standstreifens von 2,50 auf 3,50 m ermöglicht wurde. Parallel dazu baute das Unternehmen die Lkw-Parkplätze aus, darunter Sadobre, Rovereto Sud, Paganella Est und Paganella Ovest, um die Abwicklung des Güterverkehrs und die Dienstleistungen für Lkw-Fahrer zu verbessern.

Im Rahmen der Bemühungen um Innovation und Nachhaltigkeit wurde 2014 in Bozen Süd die erste italienische Anlage zur Erzeugung und Verteilung von grünem Wasserstoff errichtet. Das Projekt ist eine der strategischen Initiativen im Rahmen des grünen Brennerkorridors, dessen Ziel es ist, neue Produktionszentren und Tankstellen zu entwickeln, um die A22 zu einem der wichtigsten europäischen Korridore für nachhaltige Mobilität zu machen.