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Intermodaler Verkehr

Die Brennerautobahngesellschaft ist der einzige italienische Autobahnkonzessionär, der sich seit vielen Jahren auch mit dem Schienengüterverkehr befasst. Über die S.T.R. Brennerschienentransport AG und die STR2 kontrolliert das Unternehmen die InRail und die RTC – Rail Traction Company, die zusammen mit dem assoziierten Unternehmen Lokomotion dank der Arbeit von über 800 Mitarbeitenden jährlich fast 30.000 Züge abfertigen. Das bedeutet, dass täglich etwa 1.500 Lkw von der Straße auf die Schiene verlagert werden, was dazu beiträgt, die CO2-Emissionen entlang des Brennerkorridors jährlich um etwa 300.000 t zu senken.

Von der Straße auf die Schiene

Bereits in den 1990er-Jahren wurde den Geschäftsführern des Unternehmens bewusst, dass die Verkehrsader an ihre Kapazitätsgrenze stoßen wird. Und sie hatten eine maßgebliche Idee: Der Güterverkehr über große Entfernungen muss schrittweise auf die Schiene verlagert werden. Darauf basierte die Entscheidung, in diesen Sektor zu investieren: So wurden zunächst die STR AG und anschließend die RTC AG sowie die Lokomotion GmbH gegründet, die jeweils diesseits bzw. jenseits der Brenner- bzw. Tarvis-Achse tätig sind. Am 15. Oktober 2001 verließ der erste Güterzug den Bahnhof München-Riem in Richtung Verona: dies war der Beginn einer neuen Phase und eines kontinuierlichen Wachstums.

Am 15. Oktober 2021, genau zwanzig Jahre später, beschloss der Verwaltungsrat der A22 eine Kapitalerhöhung zugunsten der STR zum Erwerb von 75 % eines weiteren Eisenbahnunternehmens, der In Rail. Die bestehenden Strecken wurden ausgebaut und neue kamen hinzu: das Ergebnis ist eine gestärkte Schieneninfrastruktur, in die weiterhin investiert werden soll.

Bereits heute verlagert die Brennerautobahngesellschaft dank der Gruppe täglich rund 1.500 Lkw auf die Schiene. Mit der Fertigstellung des Brenner-Basistunnels, an der die Brennerautobahngesellschaft seit Ende der 1990er-Jahre mitwirkt, werden sich diese Zahlen jedoch noch weiter verbessern. Dank des BBT wird sich die Kapazität der Bahnstrecke um 60 bis 90 Züge pro Tag erhöhen. Nach Beseitigung der starken Steigungen können diese Züge länger sein und rund 20 % mehr Güter transportieren.

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