Die Idee und die Werte
Die Brennerautobahn ist heute auf ihren 314 km vom Brenner bis Modena ein fester Bestandteil des Alltags und der Identität der von ihr durchquerten Gebiete und wird jedes Jahr von Millionen von Menschen genutzt.
Nur wenige erinnern sich heute noch daran, dass auf derselben Strecke einst ausschließlich die Staatsstraße 12 Abetone–Brenner mit all ihren Einschränkungen zur Verfügung stand. Ebenso selten macht man sich bewusst, welche Folgen das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Wachstum Italiens genommen hätte, wenn das Land nicht auf eine bedeutende Verkehrsverbindung mit Mitteleuropa wie die A22 hätte zählen können. Die Erinnerung ist jedoch ein unverzichtbares Instrument, um den Wert dessen zu verstehen, was heute besteht. Im Fall der A22 führt sie uns zurück in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals riefen ihre Initiatoren – die Region Trentino-Südtirol und die Institutionen der weiteren von der Autobahn durchquerten Provinzen – ein für die Entwicklung des Landes entscheidendes Infrastrukturprojekt ins Leben.
Trotz der nur begrenzten Unterstützung durch den Staat verfolgten sie dieses Vorhaben mit großer Entschlossenheit und setzten personelle, finanzielle und technische Ressourcen ein, um das Projekt trotz aller Hindernisse erfolgreich zu verwirklichen.




