Green Corridor
Green Corridor - Grüner Korridor Nachhaltigkeit ist für die Brennerautobahn kein isoliertes Ziel, sondern ein Leitprinzip, das sämtliche entlang der 314 km langen Strecke umgesetzten und geplanten Maßnahmen bestimmt. Es handelt sich um einen strukturellen Ansatz, der vollständig in die strategische Vision des Unternehmens eingebunden ist. Bereits bei Planung und Bau wurden für die A22 fortschrittliche technische Lösungen eingesetzt, die eine harmonische Einbindung in die jeweils durchquerten Landschaften ermöglichen – von den engen Tälern des Alpenraums bis in die Ebene. Der Schutz der Ökosysteme und der Landschaft sowie das Streben nach einem Gleichgewicht zwischen Infrastruktur und Region hatten schon immer Priorität. Auch wenn die Infrastruktur nicht direkt für die Entstehung von Emissionen verantwortlich ist, spielt das Verkehrssystem eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Mobilität. Aus diesem Grund betrachtet die Brennerautobahn die Nachhaltigkeit als übergreifende Dimension, die ihre Entscheidungen leitet und konkret zum Aufbau einer zunehmend effizienteren, verantwortungsbewussteren und umweltfreundlicheren Mobilität beiträgt.
Das Projekt Green Corridor knüpft daran an und führt diesen Ansatz weiter, indem es das Konzept eines Verkehrskorridors zu einem integrierten System weiterentwickelt, in dem Autobahn und Schiene eng zusammenwirken und zusätzlich Verbindungen zum Wasserverkehr geschaffen werden, etwa durch den Ausbau des Hafens Mantua–Valdaro und der entsprechenden Intermodalterminals.
Ziel ist es, die A22 zum ersten europäischen Verkehrskorridor mit deutlich reduzierten Emissionen zu machen.
Einer der wichtigsten Hebel zur Erreichung dieses Ziels ist die Förderung der Intermodalität. Die Idee ist einfach, aber ehrgeizig: Autobahn, Eisenbahn und Binnenschifffahrt in einem einzigen intelligenten System zu vereinen. Die Autobahn wird zunehmend modernisiert und auf Elektro- und Wasserstofffahrzeuge ausgerichtet. Gleichzeitig wird die Bahn ausgebaut, um mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern, und auch der Transport über Wasser gewinnt an Bedeutung, etwa durch den Ausbau des Binnenhafens Mantua‑Valdaro.
Ein zweiter wichtiger Handlungsbereich des Projekts ist der ökologische Wandel mit konkreten Maßnahmen:
Errichtung von Infrastrukturen für saubere Energie (grüner Wasserstoff und Ladestationen für Elektrofahrzeuge);
Bau der dynamischen dritten Fahrspur ohne zusätzlichen Flächenverbrauch;
nachhaltige Umgestaltung von Raststätten;
Reduzierung der Lärmbelastung durch innovative Schallschutzwände.
Eine weitere Säule ist die technologische Innovation. Dank der C-ITS-Systeme (Cooperative Intelligent Transport Systems) wird die Autobahn digital und „vernetzt“: Fahrzeuge und Infrastruktur kommunizieren in Echtzeit miteinander. Dadurch kann der Verkehr effizienter gesteuert werden, während Staus und Emissionen reduziert werden. Der Green Corridor ist ein konkretes Beispiel dafür, wie moderne Infrastruktur, Technologie und eine nachhaltige Vision zusammenwirken können, um die Umweltbelastung zu verringern und die Qualität der Mobilität von morgen zu verbessern.









