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Autobahn und Regionen

Die A22 ist weit mehr als nur eine Infrastruktur: Sie verbindet Regionen, Volkswirtschaften und Menschen sowie Nordeuropa mit dem Mittelmeerraum. Der Betrieb der Autobahn ist von den durchquerten Regionen geprägt und spiegelt das kontinuierliche Bestreben wider, Wirtschaftsentwicklung, Sicherheit, Innovation und Umweltschutz durch konkrete Maßnahmen entlang der gesamten Strecke in Einklang zu bringen. Die Autobahn fügt sich harmonisch in die Gebiete ein, durch die sie verläuft, trägt zur Aufwertung deren Identität und Landschaften bei und fördert kulturelle und soziale Initiativen.

Die Brennerautobahn wächst gemeinsam mit den Regionen, die sie durchquert: Sie fördert eine zunehmend nachhaltige und emissionsarme Mobilität, wertet die lokalen Besonderheiten auf und trägt zur Entwicklung der Gemeinden entlang der Autobahnachse bei.

Projekt ABC

Das Projekt ABC – Autostrada del Brennero in Città (Brennerautobahn in der Stadt) – ist eine Verkehrserziehungsinitiative, die 2014 von der Brennerautobahngesellschaft in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei ins Leben gerufen wurde und mit dem nationalen Projekt „Icaro“ verbunden ist, das sich der Verbreitung einer Kultur der Verkehrssicherheit widmet.

Die Initiative richtet sich an Schülerinnen und Schüler der letzten beiden Jahrgänge der Sekundarstufe II in den von der A22 durchquerten Provinzen (Bozen, Trient, Verona, Mantua, Reggio Emilia und Modena). Ihr Ziel ist es, Jugendliche an die Straßenverkehrsordnung heranzuführen, das Risikobewusstsein zu fördern und verantwortungsbewusstes Fahrverhalten insbesondere im Hinblick auf den Erwerb des Führerscheins zu entwickeln.

Das Projekt umfasst einen Schulungskurs, der Theorie und interaktives Handeln verbindet: Ausbilder der Brennerautobahngesellschaft und der Verkehrspolizei wechseln Erläuterungen zu den Regeln für sicheres und korrektes Fahren auf der Autobahn mit der Vorführung von Filmen und realen Unfallberichten ab, ergänzt durch didaktische Hilfsmittel zum Verständnis der Rolle des „menschlichen Faktors“ bei der Verkehrssicherheit.

Das Projekt komplettieren erlebnisorientierte und praktische Aktivitäten, anhand derer sich die Schülerinnen und Schüler direkt mit Fachleuten der Branche und den realen Abläufen des Autobahnverkehrs auseinandersetzen können. Die Jugendlichen können beispielsweise Reanimationstechniken ausprobieren oder mithilfe spezieller VR-Brillen eine simulierte Fahrt unter Ablenkung oder Beeinträchtigung erleben.

Verkehrssicherheit kennt keine Ferien. Die Vorbereitungen für die zwölfte Ausgabe des Bildungsprojekts ABC – Die Brennerautobahn in der Stadt, das von der Brennerautobahn und der Verkehrspolizei organisiert wird, laufen bereits auf Hochtouren.

In den vergangenen elf Jahren hat die Initiative dazu beigetragen, das Wissen und das Sicherheitsbewusstsein von 36.684 Schülerinnen und Schülern der Oberschulen in den entlang der Brennerautobahn A22 gelegenen Provinzen zu stärken.

Provinz Bozen: Bozen, Theater Rainerum und Waltherplatz – Donnerstag, 09.04.2026
Provinz Trient: Rovereto, Auditorium Melotti und Corso Bettini – Donnerstag, 23.04.2026
Provinz Verona: Verona, Palazzo della Gran Guardia und Piazza Bra – Donnerstag, 30.04.2026
Provinz Mantua: Asola, Cinema San Carlo und Piazzale Mangeri – Donnerstag, 26.03.2026
Provinz Reggio Emilia: Reggio Emilia, Teatro Ariosto und Piazza della Vittoria – Donnerstag, 05.03.2026
Provinz Modena: Castelfranco Emilia, Teatro Dadà, Piazza della Vittoria und Piazza Garibaldi

Die 11. Ausgabe von ABC, der Brennerautobahn in der Stadt, endete mit hervorragenden Zahlen und großer Zufriedenheit der beteiligten Partner und Schulen. Das didaktische Projekt zur Verkehrssicherheit, das von der Brennerautobahn und der Straßenpolizei unterstützt wird, besuchte auch in diesem Jahr sechs Städte in den sechs Provinzen entlang der A22 und wurde von 3.952 Schülerinnen und Schülern aus 222 Klassen und 29 Schulen besucht.

Die Zahlen aus den Veranstaltungen in Guastalla, Bozen, Riva del Garda, Viadana, Vignola und Villafranca, zeugen erneut von der Wirksamkeit der Initiative, die von den Schulen aller sechs Provinzen geschätzt wird und in den jeweiligen Gebieten immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Auch in diesem Jahr wurde die Schulung der Mitarbeiter der Brennerautobahn und der Polizei mit einem praktischen Teil kombiniert: In den Außenbereichen der Veranstaltungsorte wurde jeweils ein Sicherheitsdorf aufgebaut. Die Schülerinnen und Schüler der letzten beiden Jahre der Oberschulen konnten dort durch verschiedene Stationen einige Aspekte eines Unfallerlebnisses erleben, wie z.B. das Fahren unter Alkoholeinfluss mit den speziellen Brillen der Brennerautobahn, den Fahrsimulator von ital. Automobilclub (ACI), den Alkoholtest der Straßenpolizei, die Reanimationsmethoden des medizinischen Personals, die Notfallmaßnahmen der Feuerwehr und viele weitere Aktivitäten, die von den Partnern der Veranstaltung unterstützt wurden. Die Veranstaltung wurde von den beteiligten Gebietskörperschaften, Regionen, Provinzen und Gemeinden sowie den verschiedenen Präfekturen unterstützt.

21. März 2024 – Guastalla (RE)
3. April 2024 – Bozen (BZ)
9. April 2024 – Riva del Garda (TN)
12. April 2024 – Viadana (MN)
16. April 2024 – Vignola (MO) 
18. April 2024 – Villafranca (VR)

Begeisterung, Anerkennung und die Anzahl der Teilnehmer sind der Beweis für den Erfolg und die große Aufmerksamkeit der Schulen und Schüler gegenüber der Straßensicherheit.

Im Hinblick auf die Einschreibungen mit dem Format “Seminar”, dass bereits im letzten Schuljahr 2021/2022 eingeführt wurde, möchte es die Brennerautobahngesellschaft auch im Schuljahr 2022/2023 weiter anbieten.

Das “Seminar” sieht mindestens ein live Fortbildungsevent für jede Landesregierung entlang der Brennerautobahn vor, dass live gefilmt und in streaming gesendet wird, damit alle Schulinstitute der jeweiligen Landesregierung daran teilnehmen können.Wie bei jeder Ausgabe, sieht das Projekt die Zusammenarbeit der Straßenpolizei vor, die ihre Polizeibeamten der jeweiligen Sektionen zur Verfügung stellt, sowie die Teilnahme weiterer Gebietspartner, die an die Welt der Straßensicherheit gebunden sind.

  • Bozen: Auditorium in Via Dante (12. April 2023)

  • Trient: Pala Levico (4. April 2023)

  • Verona: Teatro Salieri di Legnago (14. April 2023) 

  • Mantua: Multicentre “Antonino Zamboni” (19. April 2023) 

  • Reggio Emilia: Palasport Dorando Pietri di Correggio (28. März 2023) 

  • Modena: Teatro Comunale di Carpi (22. März 2023) 

Aufgrund der COVID-19-Pandemie entwickelte die Brennerautobahn-Gesellschaft für das Schuljahr 2020/2021 ein Webinar – ein interaktives Bildungsangebot, das den besonderen Rahmenbedingungen, unter denen auch die Schülerinnen und Schüler lernen mussten, besser entsprach.

Es wurden insgesamt sechs Live-Webinare auf der Plattform Vimeo organisiert, jeweils eines für jede der Provinzen entlang der Brennerautobahn A22. Die Übertragungen wurden in einem eigens ausgestatteten Studio mit professioneller Beleuchtung und entsprechender Szenografie aufgezeichnet. Je ein Referent der Verkehrspolizei und der Brennerautobahn präsentierten – wenn auch aus der Ferne – Video- und Fotomaterial aus den vorherigen Ausgaben des Projekts. Lediglich auf die Vorführung des Films Young Europe musste verzichtet werden.

Um trotz der Distanz ein Höchstmaß an Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern zu gewährleisten, wurden zwei neue Instrumente eingeführt.

Das erste war ein interaktives Multiple-Choice-Quiz über die Plattform Kahoot!, an dem die Klassen gemeinsam teilnehmen konnten. Dadurch konnten die Referenten die Fortbildung mit Momenten des Austauschs und der Diskussion mit den zugeschalteten Schülerinnen und Schülern abwechslungsreich gestalten. Das Gamification-Element trug dazu bei, die Aufmerksamkeit der Jugendlichen hochzuhalten. Zusätzlich wurde im Rahmen jedes Webinars ein Wettbewerb veranstaltet, bei dem die jeweils bestplatzierte Klasse einen Preis für ihre Schule gewinnen konnte. Zur Auswahl standen 15 Webcams, ein interaktives Whiteboard (LIM), ein Beamer sowie drei Mikroskope.

Als zweites Instrument wurde WhatsApp eingesetzt, um die Distanz zwischen Referenten und Teilnehmenden weiter zu verringern. Über eine eigens eingerichtete Telefonnummer konnten die Schülerinnen und Schüler während der Live-Veranstaltung Fragen in Echtzeit per Nachricht übermitteln.

Der große Erfolg dieser Ausgabe – sowohl hinsichtlich der Teilnehmerzahlen als auch der Begeisterung und positiven Resonanz – bestätigte erneut das hohe Interesse der Schulen und der Jugendlichen am Thema Verkehrssicherheit. Im Schuljahr 2020/2021 wurden insgesamt 6.832 Schülerinnen und Schüler aus 341 Klassen von 59 Schulen zwischen Brenner und Modena erreicht.

In den ersten sechs Ausgaben des Projekts hat sich das gewählte Veranstaltungsformat als wirksam und besonders mitreißend erwiesen. Es besteht aus drei aufeinander aufbauenden Teilen.

Der erste Teil dient als emotionaler Einstieg und basiert auf einem künstlerischen Medium, beispielsweise einem Theaterstück oder einem Film. In den vergangenen Jahren wurde der Film Young Europe von Matteo Vicino gezeigt – ein von der italienischen Staatspolizei produzierter Spielfilm, der im Rahmen des Projekts ICARO und mit Kofinanzierung der Europäischen Kommission entstanden ist. Der Film erzählt die Geschichten junger Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern, deren Leben durch Verkehrsunfälle infolge von Ablenkung am Steuer für immer verändert wird.

Der zweite Teil ist der Realität gewidmet. Zwei Referenten – einer von der Brennerautobahn und einer von der Verkehrspolizei – treten mit den Schülerinnen und Schülern in den Dialog. Mithilfe kurzer Videos von realen Verkehrsunfällen, die von den Überwachungskameras auf den italienischen Autobahnen aufgezeichnet wurden, fördern sie ein realistisches Bewusstsein für die Risiken im Straßenverkehr. Die Schülerinnen und Schüler werden aktiv in eine Diskussion einbezogen, die sich mit der häufigen Unfähigkeit von Fahrzeuglenkenden befasst, bestimmte Gefahren – insbesondere in Situationen scheinbarer Sicherheit – richtig einzuschätzen. Weitere Themen sind die Fehleinschätzung des eigenen körperlichen und psychischen Zustands sowie des Alkoholpegels, die mangelnde Kenntnis der Risiken durch Ablenkung am Steuer, Müdigkeit oder die Benutzung des Mobiltelefons während der Fahrt. All diese Aspekte bilden den sogenannten „menschlichen Faktor“. Durch das Bewusstsein für die oft schwerwiegenden Folgen eines riskanten und unverantwortlichen Verhaltens werden die Jugendlichen dazu ermutigt, verantwortungsbewusst und sicher zu handeln.

Anschließend erläutern die Mitarbeitenden der Brennerautobahn dem jungen Publikum im Alter zwischen 17 und 18 Jahren – und damit kurz vor dem Erwerb des Führerscheins –, wie man sich vor und während einer Fahrt auf der Autobahn informiert, was im Falle einer Fahrzeugpanne zu tun ist, an wen man sich wenden kann und wie den Rettungskräften der eigene Standort korrekt mitgeteilt wird. Mithilfe von Fotos und Videos werden die Schülerinnen und Schüler in eine anschauliche Unterrichtseinheit rund um die Welt der Autobahn eingebunden, die zahlreiche Denkanstöße vermittelt.

Der dritte und letzte Teil bietet schließlich eine praktische Erfahrung, bei der die Gefährlichkeit des Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluss unmittelbar erlebbar wird. Freiwillige Schülerinnen und Schüler können spezielle Rauschbrillen tragen, die einen alkoholbedingten Zustand simulieren. Anschließend müssen sie einfache Aufgaben bewältigen, wie das Gehen durch einen Hindernisparcours, das Öffnen eines Vorhängeschlosses oder das Aufheben eines Schlüsselbundes vom Boden.