Viadukte, Brücken und Überführungen
Entlang der A22 befinden sich 142 Brücken und Viadukte sowie 146 Überführungen mit einer Gesamtlänge von etwa 31,2 km.
Diese Bauwerke sind von entscheidender Bedeutung, um die durchgehende Streckenführung in einem komplexen und wechselhaften Gelände zu gewährleisten und natürliche sowie künstliche Hindernisse zu überwinden. Sie fügen sich harmonisch in die Landschaft ein und tragen dank gestalterischer Lösungen, die Funktionalität, Sicherheit und architektonische Integration vereinen, dazu bei, die Identität der durchquerten Gebiete zu prägen.
Das signifikanteste Bauwerk ist das Viadukt Gossensaß zwischen Sterzing und dem Brenner. Es ist 1.028 m lang, in 13 Spannweiten gegliedert und erreicht eine maximale Höhe von 110 m über dem Talgrund. Das zwischen 1968 und 1972 erbaute Viadukt mit einer Hauptspannweite von 163 m ist eins der bedeutendsten Beispiele für alpine Ingenieurkunst auf der gesamten Autobahnstrecke.
Das Viadukt war in den letzten Jahren Gegenstand umfangreicher Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, durch die die Sicherheitsbeiwerte an die aktuellen Belastungen angepasst, ein fortschrittliches Überwachungssystem mit über 200 digitalen Sensoren installiert und die Nutzungsdauer um etwa 50 Jahre verlängert werden konnte. Um die Analysekapazitäten weiter zu steigern, wurde beschlossen, die Ausstattung mittels Erstellung eines digitalen Zwillings des Bauwerks (BIM – Building Information Modelling) zu erweitern.
Die Planung, Instandhaltung und Anpassung der Ingenieurbauwerke entlang der Autobahn zielen darauf ab, Sicherheit, Funktionalität und Integration in die Umgebung zu gewährleisten, wobei technische und architektonische Lösungen bevorzugt werden, die die Umweltbelastung verringern und die Infrastrukturlandschaft aufwerten.




